Dezemberstern!

Dezemberstern!

Dezemberstern!

Dezemberstern. Eine besondere Zeit. Jetzt, wo die Tage kürzer, die Nächte länger, das Wetter trüber und im Widerschein dazu die Häuserwände grauer werden, da leuchten sie wieder all die Sterne im Dezember. Sie leuchten, glitzern und manchmal blinken sie uns pulsierend oder träge in verschiedenen Geschwindigkeiten und in allen möglichen Farben an. So erhellen sie diese Tage sowohl aus privaten Wohnungsfenstern, hinter denen die Gemütlichkeit zum Verweilen einlädt, im Kontrast dazu auch aus üppig dekorierten Schaufenstern der grossen Konzerne, die zum Konsum einladen. Und in der Luft hängt der vertraute Marroniduft. Zu sehen in zu vielen Ecken die Santa Kläuschen und Kläuse, gross und klein. Diese laden mit aufgesetztem Lachen, hektischem Trommeln, Zwinkern und Klimpern und mit einem künstlichen Winken zu aufgesetzter Heiterkeit ein. Und da wäre nicht zu vergessen das Rentier Rudolf, auch es trabt wieder unablässig umher. Die Nase, vielleicht ob zu viel Glühwein, stetig rot, aber immer mit schnellen Hufen schleppt es des Weihnachtsmanns Kufen, wo sich auf dem Schlitten die langersehnten kleinen und grossen Gaben für die kleinen und grossen Freuden für all die kleinen und grossen Menschen stapeln.

Dezemberstern. Doch nicht für alle ist es dieselbe Zeit. Für die einen ist es Freud und für die anderen ist es reines Leid. In den einen steigen die anmutigen Geister sanfter Erinnerungen hoch. Da gab es eine warme Stube mit einer echten, harmonischen Gemeinsamkeit und leuchtende Herzen und Augen, ob erfahrener Liebe und erhaltener Bescherung und dadurch für dich persönliche, erfahrene Bedeutsamkeit. Eine Erinnerung, die in diesem anmutigen Geist bis heute durch dich Wirklichkeit und dadurch in Tat erhalten worden ist. In den anderen treten die dunklen Gestalten der traurigen Erinnerungen hoch. An kalte Stuben mit einem viel zu oft lieb- und leblosen Tag. Grundsätzlich erwartete oder gespielte, aber nie wirklich vorhandene Harmonie. Kinderträume und andere Wünsche, die sich jäh zerschlugen oder traumatische Schicksalsschläge, die sich im Laufe des Lebens in genau diesen Tagen ereigneten. Eine Erinnerung, die bis heute in Form dunkler Gestalten der zerschlagenen Träume und erfahrenem Schmerz nachklingen. Und leider genau in diesen Tagen diesen einstigen Schmerz nie mehr ganz vergessen lassen.

Dezemberstern. Doch heute ist es nicht mehr die damalige, sondern eine neue Zeit. Zwar immer noch nachklingend, aber nie mehr bestimmend, sei es die Freude der anmutigen Geister oder die Leiden der dunklen Gestalten. Heute ist deine Zeit als geworfener Entwerfer, das Damalige neu zu verwalten und das Heutige als Entwerfer neu zu gestalten. Entweder, dass die anmutigen Geister des Damals durch dich im Heute weitergelebt und weitergegeben werden und vor allem, dass Du dieselben Freuden ermöglichst, die Du einst erfahren hast. Oder, dass Du die dunklen Gestalten deiner zerschlagenen Träume und den erfahrenen Schmerz selber wegjagst. Heute ist Zeit, dir deine eigenen Werte als deine Richtigkeit selber zu leben und dir dadurch so auch deine eigenen Wünsche zu erfüllen.

Dezemberstern. Es ist deine Zeit. So ist der Dezemberstern heute nicht nur eine besondere, sondern vor allem deine Zeit. Eine Zeit, in der Du in deinem eigenen Schein und deiner Geschwindigkeit pulsieren und in allen möglichen Farben leuchten kannst. Heute ist es Zeit, dein Leben nach deinen Werten, Wünschen und Träumen selber zu gestalten und dir so dein eigener Dezemberstern zu sein!

In diesem Sinne wünsche ich dir, liebe Leserin, lieber Leser des Päscu`s Blog besinnliche Festtage und eine gute Jahresendzeit. 

Herzlichst Pascal Brawand