Februarruhe!

Februarruhe!

Februarruhe!

Unruhe in der Ruhe. Eine alte Boxerweisheit lautet: «Jeder Mensch ist stark, der eine vorher, der andere hinterher. Das Problem ist, währenddessen sich und seine Kraft zu messen.» Heute, während der Pandemie, misst sich wohl eine ganze Gesellschaft im Plural oder jeder Einzelne im Singular auf die eine oder andere Art mit den Widrigkeiten, die diese Zeit mit sich bringt und befindet sich so quasi in diesem «Währenddessen.» Um beim Boxerslang zu bleiben: Es ist vielleicht eine der schwierigsten Runden dieses kräfteraubenden Kampfes. Plötzlich einfach so in die Defensive gedrängt und nur noch mit Verteidigen beschäftigt. Vielleicht hinter der Doppeldeckung verschanzt, um sich irgendwie zu schützen, vielleicht in den Ringseilen hängend, festgenagelt im prasselnden Faustgewitter, oder vielleicht ist dieser vermaledeite Gegner momentan schlichtweg zu stark und die eigenen technisch-taktischen Optionen noch nicht gefunden, um den Hünen mit dem siegbringenden Konter zu treffen und zu schlagen.

Ruhe in der Unruhe. Über allem schwebt die bange Frage: Wie lange noch? Wenn doch die alte Boxerweisheit lautet: «Jeder Mensch ist stark», und das Problem hauptsächlich darin besteht, «sich im Währenddessen zu messen». So liegt die siegbringende Kombination implizit auf der Hand, nämlich in der Stärke der ruhigen Gewissheit, dass in dieser Runde der Ungewissheit, ob, wann und wie es weitergeht, schon bald der Gong ertönen wird und sie so ihr Ende findet. Die Herausforderung liegt wohl deshalb darin, sich in diesem kräfteraubenden Hier und Jetzt die Gewissheit zu eigen zu machen, dass das Ende mit Bestimmtheit kommt, obwohl der Kampf schon seit einiger Zeit begonnen hat und die Dauer noch ungewiss ist!

So wünsche ich dem Leser des Päscu`s Blog nebst Gesundheit die stärkende Gewissheit der Ruhe in der Unruhe, dass es weitergeht!

Herzlichst Pascal Brawand